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Montag, 29. Mai 2017

Männertags-Flucht ins Ilmtal - Garten-Impressionen

nasser Dackel - Lucy an der Ilm

Unser Kangoo parkt nach seiner Zahnriemenpanne noch immer in der Werkstatt (wieso zum Teufel dauert das so lange?!). Dennoch wollen wir vor den krakelenden, trunkenen Männerbanden dringend in die Natur flüchten. Zu diesem Zweck mieten wir ein Auto bei Drivy. Hat sich bewährt. Diesmal ist es ein geräumiger grauer Subaru, der nach langhaarigem Hund duftet. Rauchen dürfen wir auch. Perfekt. Auf unserer Fahrt nach Föhr durften wir nämlich nicht rauchen, was die Reise an die Nordsee um mindestens zwei auf neun Stunden verlängerte. In den Garten nahe Weimar fahren wir hingegen nur anderthalb Stunden. Quasi ein Katzensprung.




Insel-Feeling contra Garten-Feeling


Ilm-Wehr

Ich habe es in diesem Jahr nicht geschafft, einen Inselbericht über Föhr zu verfassen. Aber der kommt noch, versprochen. Schließlich waren die frühlingshaften 13 Tage Ende April/Anfang Mai auf unserer Lieblings-Insel traumhaft schön und viel zu schnell vorbei. Zusätzlich warte ich noch immer auf eine Einladung zu den Corissia-Ressorts auf Kreta (da war ich noch nie), denn meinem aktuellen Reisebericht über Kreta fehlt der Pep, sagt die Kundin - er wäre nicht gefühlvoll genug. Ja, Himmelarschundzwirn, man kann als Texter ja viel im Netz recherchieren, aber beim Thema "Wandern auf Kreta" gerate ich echt an meine Grenzen. Meine Wenigkeit und Wandern! Ich bin ja schon froh, wenn ich ohne zu stolpern vom Tannrodaer Gartentor zur Ilm schlurfen und dort meine nackten Füße ins kühle Nass tauchen darf.


Garten mit Plumpsklo und Brunnen

Eine FB-Freundin schreibt: "Wäre jetzt viel lieber bei euch in der idyllischen Pampa als einen Umzug nach Münster zu wuppen. Wo muss ich abbiegen, um zu euch zu kommen?" Erstens - kann ich verstehen. Zweitens - kurz vor Weimar, mitten durch Bad Berka, an München vorbei und dann den Berg runter ins Ilmtal. Mit dieser Wegbschreibung kann niemand unseren Naturgarten mit Plumpsklo verfehlen. Der Radwanderweg führt direkt am Gartentor vorbei. Wasser gibt's aus dem Brunnen (im Hochsommer aus der Ilm), Strom ist da (manchmal), Internet funzt nur bei gutem Wetter, der Rasenmäher steht im Schuppen. Auf geht's. Ich liebe es, anderen bei der Gartenarbeit zuzuschauen. Ich bin für den Abwasch und die Dackel-Zeckenprophylaxe zuständig. Das ist auch wichtig.


Lesemarathon im Naturpark Tannroda


Stöckchen werfen

Ein anderer FB-Kontakt meint: "Perfektes Refugium zum Schreiben?" Falsch! Hier benutze ich den Stift nur zum Ausfüllen von Kreuzworträtseln. Und einen Laptop besitze ich nicht. Aber der Garten ist ein perfekter Platz zum Lesen - schön entspannt im Liegestuhl im Schatten einer jungen Eiche. Gesegnet seien die 35 Jahre alten Bäume, die in meiner Kindheit von meinem Vater auf einer öden Sumpfwiese gepflanzt wurden. In dieser inzwischen traumhaft natürlichen Umgebung verschlinge ich pro Tag ein bis zwei Romane. Diesmal sind "Im 8. Kreis der Hölle" von Nika Lubitsch als E-Book (spannend, aber ich hab schon Besseres von Dir gelesen) und zwei Insel-Krimis aus dem REWE-Taschenbuch-Grabbeltisch an der Reihe.


Freisitz am Paulinenturm

Wir sind jeden Tag mit Dackeldame Lucy unterwegs, zum Beispiel zum Paulinenturm, der einen Abschnitt des traumhaften 3-Türme-Wanderwegs bildet. Das dortige Lokal wird von der Hetschburger Gastwirtschaft "Zum Lindenbaum" bewirtschaftet. Der Wirt steigt jeden Tag zig-hundert Stufen nach oben, um die Fahne zu hissen, damit die Gäste sehen, dass geöffnet ist. Apropos traumhaft: Auf der Ausklappcouch in der Gartenlaube träume ich hervorragend - diesmal von meinem jüngsten Sohn, der soeben seine Abschlussprüfungen gemeistert hat (mit Zweierdurchschnitt, puh) und auf Ausbildungsplatz-Suche ist. Aber die Traumsequenz taugt nicht zum Erzählen und Analysieren. Drückt meinem Filius bitte dennoch die Daumen.


Träumt schön!

Traumzauberhafte Grüße, Claudia


Tannroda - Karpfenteich mit Blick auf die Burgruine

Fotos: Claudia Goepel (Privat)

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