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Samstag, 30. Mai 2015

Den eigenen Tod träumt man nicht

Schiffbruch und Engel - Pixabay

Diesmal geht es um den Tod durch Ertrinken. Ich selbst kann mich allerdings an keinen Traum erinnern, in dem ich ertrinke oder jemanden sehe, der zu ertrinken droht. Stattdessen sammelte ich in den letzten Tagen nur kurze Traumsequenzen von Schlüsseln und Toren oder von Schiffen, Mäusen und Clowns. Die Bilder gaben leider keine komplexen Traumgeschichten ab und wurden deshalb von mir nicht aufgeschrieben. Ich mag bildhafte und längere Träume, die eine in sich geschlossene Geschichte erzählen. Mein Hirn macht im Schlaf jedoch, was es will und interessiert sich nicht für meine Wünsche. 

Stattdessen erzählte mir eine Freundin kürzlich von einem Albraum, der immer wiederkehrt. In diesem Traum sieht sie eine jüngere Verwandte in einem Tümpel ertrinken. Sie will ihr helfen. Doch bevor sie den Ort erreichen kann, um die junge Frau zu retten, wacht sie auf. Sie fragte mich, was der Traum bedeuten könne, denn sie hat Angst, dass dieses Traumbild ein böses Omen darstellt und das Mädchen zum Beispiel einen schweren Unfall hat.





Sind Träume vom Ertrinken wirklich Hinweise oder Warnungen vor einem schlimmen Ereignis oder gar eine Vorhersage auf den nahen Tod einer bestimmten Person? Oder bedeuten diese Traumsymbole etwas ganz anderes. Hat auch der Ort (Tümpel, See, Fluss, Meer) eine besondere Bedeutung? Finden wir es heraus.



Wenn die Gefühle im Traum ertrinken



Das Gefühl zu ertrinken, hat sicher jeder bereits im realen Leben erlebt. Wenn man unvermittelt mit dem Kopf unter Wasser gerät, weil die Luftmatratze in Strandnähe von den heranbrausenden Wellen umgestülpt wird, wenn man einen Krampf beim Schwimmen bekommt oder einmal zu viel aus Spaß "geditscht" wird - all das setzt einen Reflex in Gang, der die Furcht vorm Ertrinken schürt und uns verzweifelt um unser Leben kämpfen lässt. Im Traum sind die Gefühle ähnlich intensiv, das Herz schlägt schneller, der Träumer verspürt Angst und schlägt möglicherweise im Bett um sich. Doch bevor wir tatsächlich ertrinken, wachen wir auf. Das Hirn hat einen eingebauten Schutz, der uns den eigenen Tod nicht erleben lässt. Man stirbt schließlich nur einmal - und zwar richtig.

Wer im Traum ertrinkt, hat im realen Leben Probleme mit seiner Gefühlswelt. Das Traumbild deutet auf Hilflosigkeit oder ein geringes Selbstwertgefühl hin und auf Situationen, die er nicht kontrollieren kann. Der Träumende läuft Gefahr, im Alltag von seinen Gefühlen überwältigt zu werden und zu viel auf sich zu beziehen. Es kann ein Burnout drohen, weil die Arbeit überhand nimmt. Auch finanzielle Not kann drohen. Das Wasser steht Dir sprichwörtlich bis zum Hals, wenn Du in immer kürzeren Abständen vom Ertrinken träumst.

Befreie Dich von negativem Stress und suche notfalls fachkundige Hilfe. Ob Du in einem Fluss, See oder im Meer zu ertrinken drohst, spielt für die Traumdeutung übrigens keine Rolle. Wenn Du Dich selbst vor dem Ertrinken retten kannst, dann wirst Du auch im echten Leben genügend Kraft besitzen, um Dich aus scheinbar ausweglosen Situationen zu befreien. Dein Unterbewusstsein gibt Dir zu verstehen: Es ist nicht alles verloren, es besteht noch Hoffnung. Warst Du ein Schiffbrüchiger auf hoher See? Dann erinnere Dich, ob Du Land gesehen hast. Das wäre ein gutes Zeichen. Wirst Du von jemandem gerettet, dann bedeutet dieses Traumbild, dass sich jemand für Dich aufopfern und Dich unterstützen wird. Du bist nicht allein, jemand denkt an Dich.


Panik - eine Person ertrinkt im Traum


Wer eine ertrinkende Person sieht, ohne selbst zu reagieren, dem geht möglicherweise im Wachzustand etwas Wertvolles verloren. Das Traumbild ist ein Hinweis darauf, bestimmte Fehler (die der Träumende nur selbst kennen kann) zukünftig zu vermeiden. Wer einem Ertrinkenden zu Hilfe eilt, wird eine sehr gefährliche Situation mit viel Mut meistern. Dabei ist es unerheblich, ob die Rettungsktion gelingt - der Wille zählt. Das Traumbild bedeutet auch: Du wirst großes Glück haben oder große Freude empfinden. Seltsamerweise behauptet das Traumlexikon aber auch, dass es Vergnügen bedeutet, einen ertrunkenen Menschen im Wasser treiben zu sehen.


Ein (Säuge-)Tier im Traum ertränken oder ertrinken sehen, weist hingegen auf eine schwere Erkrankung hin. Von jemandem absichtlich unter Wasser gedrückt werden, bedeutet die Gefahr eines Vermögensverlustes in naher Zukunft. Hüte Dich vor falschen Entscheidungen. Rettest Du den Ertrinkenden vor dem sicheren Tod, dann bist Du ein Kämpfer und wirst im echten Leben Gefahren mutig und entschlossen bewältigen. Siehst Du im Traum eine nahestehende Person ertrinken, so machst Du Dir tatsächlich große Sorgen um sie. Möglicherweise besteht die Gefahr, dass diese Person chronisch krank wird. Ein Vorzeichen, dass sie plötzlich und unerwartet stirbt, ist der Traum jedoch nicht.


Wenn ein Träumer viele ertrunkene Menschen im Wasser treiben sieht, so deutet dieses Traumsymbol darauf hin, dass in Zukunft große Opfer erbracht werden müssen - von ihm selbst oder von seinem näheren Umfeld - jedoch auch, dass ein positives Ereignis ansteht. Was auch immer Dein Unterbewusstsein dazu bringt, von ertrinkenden anderen Menschen zu träumen, versuche, den Traum zu beeinflussen und zu helfen! Träume vom Ertrinken fühlen sich ziemlich real an und können sehr beängstigend sein. Doch wenn Du die lähmende Angst träumend in eine aktive Handlung umwandelst, so wirst Du auch im Leben erfolgreich sein.


Träumt schön!

Traumzauberhafte Grüße, Claudia


Kommentare:

  1. "Wer im Traum ertrinkt, hat im realen Leben Probleme mit seiner Gefühlswelt. Das Traumbild deutet auf Hilflosigkeit oder ein geringes Selbstwertgefühl hin und auf Situationen, die er nicht kontrollieren kann. Der Träumende läuft Gefahr, im Alltag von seinen Gefühlen überwältigt zu werden und zu viel auf sich zu beziehen. Es kann ein Burnout drohen, weil die Arbeit überhand nimmt. Auch finanzielle Not kann drohen. Das Wasser steht Dir sprichwörtlich bis zum Hals, wenn Du in immer kürzen Abständen vom Ertrinken träumst."

    Darüber sollte man sich mal intensiv Gedanken machen. Geringes Selbstwertgefühl, Opferrolle, Wasser steht bis zum Hals, Burnout droht, weil der Betroffene zu viel auf sich bezieht, sich hilflos fühlt.... Okay, irgendwie scheint das ja zusammenzugehören. Sind das dann die anonymen Trolle, die versuchen, sich auf diese Weise zu wehren, indem sie wild um sich schlagen? Oder die Menschen, welche sich immer rechtfertigen, ohne dass es jemanden interessiert - ja, die sich sogar zum Gespött machen und gutgemeinte Ratschläge als böse Kritik missverstehen?

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    1. lol, bitte keine Verschwörungstheorien ;)
      Es sind nur Träume. Die dazugehörigen Traumbilder sind bereits seit Jahrhunderten klassifiziert. Eine Deutung ist immer nur eine Deutung, kann negativ oder positiv ausfallen, je nach persönlichem Blickwinkel. Über sein Leben nachdenken, ist jedoch für jeden hilfreich. Die eigenen Träume können dabei den Anstoß liefern, sollten aber nicht überbewertet werden.

      Liebe Grüße, Claudia

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