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Samstag, 13. Februar 2016

Albtraum? Sushi auf der dunklen Seite des Mondes

Filmplakat in der Leipziger Jägerpassage


Nein, kein Albtraum.

Wir waren vorgestern in einer der schönsten Passagen der Leipziger Innenstadt. Die Fassaden, Durchgänge und Innenhöfe der Jägerpassage sind von oben bis unten elfenbeinfarben gefliest. Was total scheiße klingt, sieht absolut traumhaft-phantastisch-überwältigend aus! Mittendrin befinden sich die Passage-Kinos mit insgesamt drei Kino-Sälen. Diese kleine, aber feine Kino-Kette zeigt Filme, die auf den großen Leinwänden nur selten laufen. Mein Schatz hatte sich "Die dunkle Seite des Mondes" als nächtlichen Abschluss seines Geburtstages gewünscht, also zogen wir uns diesen Streifen mitsamt einem grandios agierenden Moritz Bleibtreu rein. Anschließend träumte ich nächtens statt von Wald, Mond und bewusstseinserweiternden Pilzen - von einer skurrilen Sushi-Party.







 

Die dunkle Seite des Mondes


Der Inhalt des Films "Die dunkle Seite des Mondes" lässt sich in wenigen Worten zusammenfassen: Ein von seiner Ehe gelangweilter Wirtschaftsfuzzi probiert mit seinem Seitensprung Zauberpilze. Fertig. Ok, es geht noch etwas weiter: Die Wirkung der psychoaktiven Substanzen hat wie erwartet Einfluss auf seine Wahrnehmung, die Veränderung manifestiert sich jedoch. Er wird böse und ungerecht, schreit und mordet - und kämpft verwundert dagegen an. Er sucht nach dem Sinn des Lebens und stirbt zum Schluss. Alles ist wie zuvor. Das Ende gefällt mir nicht, aber Moritz Bleibtreu spielt überragend. Jürgen Prochnow spielt sich selbst. Weitere Protagonisten bleiben Randfiguren. Martin Suters Roman wurde meines Erachtens nur unzureichend umgesetzt. Dennoch macht der Film nachdenklich und beeindruckt mit starken Bildern und bekommt von mir dreieinhalb von fünf Sternen.


Sushi-Party im Ü-40-Eispalast


Ich träume in der darauffolgenden Nacht weder von Pilzen, noch von dunklen Wäldern, sondern von rohem Fisch und knallhellen Clubräumen. Wir stehen Schlange vor einem schmucklosen Flachbau, in dem sich der angesagteste Club einer imaginären Stadt befinden soll, in der wir grad Urlaub machen. Der hell erleuchtete Vorraum ist gleichzeitig Garderobe, Bar und Kasse. Leute unter 40 haben keinen Zutritt, dennoch wirkt das Publikum jung und cool. Der Eintritt kostet 5 Euro, eine Wochenkarte kostet 15 Euro. Wahrscheinlich ein Marketing-Kniff, denn die Techno-Musik aus den unteren Räumen klingt furchtbar. Wer einmal hier war, kommt sicher nicht ein zweites Mal wieder, denke ich mir so im Traum, und schlürfe durch einen Strohhalm irgend einen hellblauen Cocktail.

Jägerpassage - komplett weiß gefliest
Mein Freund verabschiedet sich und geht nach unten. Ich bleibe in dem ungemütlichen Vorsaal, weil ich in ein Gespräch mit einem dunkelhaarigen Kerl vertieft bin. Die Konversation entpuppt sich als langweilig, deshalb suche ich meinen Freund. Sanfte Hintergrundmusik hat inzwischen die laute Musik in den eigentlichen Party-Räumen abgelöst. Ich gehe durch kerzenbeschienene Dunkelheit auf ein helles Licht zu. Links und rechts befinden sich runde, gemütliche Sitzecken, in denen sich zahlreiche Menschen lümmeln. Das extrem helle Licht kommt von einer runden Grotte aus purem Eis im hinteren Teil des Raumes. Es handelt sich um eine Art Kantine. Überall an den Seiten und in der Mitte des zerklüfteten Eisrondells sind Portionsschälchen mit Sushi-Leckereien platziert.

Und mittendrin an einem aus Eisblöcken gehauenen Bistrotisch mit Bank sitzt mein Freund und schlägt sich den Bauch mit Shushi voll. Ist übrigens alles im Preis inbegriffen, dennoch ist er der einzige Gast dort. Ein Kellner in Küchenkleidung steht hinter dem glasklaren Tresen, schaut, was wir machen und zählt Häppchen. Ich mag beim Essen nicht von Fremden beobachtet werden, koste nichts von den Speisen und überrede meinen Freund, den Eispalast wieder zu verlassen. Es hätte mich schon interessiert, ob draußen noch irgendwas passiert, doch an dieser Stelle ist der Traum zu Ende.


Relevante Traumsymbole für die Traumdeutung


 

Traumanalyse: Fisch essen im hell leuchtenden Eis



Detailansicht
Fisch essen im Traum deutet allgemein auf glückliche Umstände hin, dabei ist es egal, wie der Fisch zubereitet ist. Der Träumer muss keine Angst vor schwierigen Entscheidungen im wahren Leben haben. Verzehrt eine Schwangere Fisch, so steht ihr eine leichte Niederkunft bevor. Sieht man einen Mann im Traum Fisch essen, so wird man Glück bei Frauen haben. Ah ja. Helles Licht hat durchweg positive Bedeutung und symbolisiert Erleuchtung und Zuversicht. Eisträume gelten als Gefahrenhinweise, allerdings nur, wenn es sich um dünnes Eis handelt. Wer es sich auf dickem Eis bequem macht, kann mit angenehmen Lebensbedingungen rechnen und fühlt sich selbst großen Herausforderungen gewachsen.

Eventuell soll ein auf Eis gelegtes Projekt neu in Angriff genommen werden. Nun, darüber sollte ich vielleicht in meinen künftigen Träumen mal nachdenken. Es könnte sich lohnen.


Träumt schön!

Traumzauberhafte Grüße, Claudia 



Passage-Kinos in der Jägerpassage Leipzig




kein Sushi, aber Kaffee - hier: Passage-Kinos






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