Traumzaubereien

Traumtagebuch, Traumlexikon, Traumanalyse, Urlaubsträume, Gedanken, Humor, Geschichten, Texte und Träumereien über Alltägliches

diary, dream analysis, dream dictionary, dream magic, visions, dream symbols, fun, satire, stories, texts and dreams about everyday life

Montag, 25. April 2016

Vampire unter uns - Vampir-Traum mit Traumdeutung

Beispielbild - täuschend echt?
Mein letzter Traum war extrem plastisch und faszinierend. Ein typischer Klartraum. Das Problem (wie bei jedem luziden Traum) ist es, die Traumbilder in Worte zu fassen. Die Bilderflut ist überwältigend. Gefühlt hat sich ein Film mit stringenter Handlung abgespielt. Doch bereits beim Erzählen verschwimmen die Bilder und der rote Faden wird rissig, was das Notieren der Traumsequenzen nicht einfacher macht. Gefühle lassen sich auch in der Relität nur schwer artikulieren und sind im Traum noch schwerer zu beschreiben. Ich versuche es trotzdem. Es geht um Vampire. Wer jetzt Mainstream erwartet, wird enttäuscht sein. 





Das Fest der Vampire


Der Traum beginnt in Kellerräumen mit Wänden aus Beton. Die darin lebenden Menschen wirken apathisch und teilnahmslos und lassen sich nur schwer bewegen, diese Räume zu verlassen. Warum wir dort sind, weiß ich nicht. Im nächsten Traumbild stehe ich an einer Straße und trampe. Ziel ist ein Fest, an dem ich unbedingt teilnehmen will. Der Weg bis zu dieser Straße ist unwegsam und beschwerlich, aber nicht bedrohlich. Es hält ein dreirädriges Motorrad, doch bevor ich aufsteigen kann, kommt mir ein langhaariger Typ zuvor. Ich bin ziemlich sauer, aber die Fahrerin des "Tramp-Taxis" verspricht, sofort zurückzukommen und mich abzuholen. Und sie hält ihr Versprechen.

Bepo Würzburg - Ausbildungsstätte Ysenburgstraße
Ich komme in einem Gebäudeensemble an, das an die Würzburger Kaserne erinnert, in der auch heute noch Bereitschaftspolizisten ausgebildet werden. Von einem langen, hellen Gang mit großen Fenstern gehen linkerhand großzügige Räume ab, in denen je ein "Hauptvampir" residiert. Gleich hinter der ersten Tür lebt "mein" Vampir, der bereits auf seine Gäste wartet. In dem Raum erwartet mich ein Pulk an Menschen, die sich um den Star des Abends scharen - Männer, Frauen und Kinder. Etwas abseits steht die Mutter des Vampirs, mit der ich mich unterhalte. Sie ist sehr dankbar für das normale Gespräch, denn der Starkult geht ihr ziemlich auf die Nerven. Ich habe ein Gastgeschenk mitgebracht, das ich ihr um den Hals lege: eine aus lauter kleinen Luftballonblumen gefertigte Halskette.

Wenig später laufen wir alle durch den Gang zum Festsaal - ich direkt neben dem Star-Vampir, der wirklich gut aussieht. Ich frage ihn: "Du weißt aber schon, worum es heute geht?" Er antwortet: "Ja, natürlich." (Worum es geht, hätte mich ja nun echt mal interessiert, aber das wurde im Traum nicht weiter beleuchtet.) Wir erreichen den Festsaal. Jeder Gast hat 1.000 € für die Teilnahme gezahlt. Doch statt einem Vier-Gänge-Menü in gemütlicher Atmosphäre ist ein liebloses Buffet mit geschmierten Brötchen, Würstchen und Salat in einer Art Turnhalle aufgetafelt. Der Caterer - ein Türke. Darauf von mir angesprochen, zuckt "mein" Vampir nur mit den Schultern und grinst. "Was für ein Betrüger", denke ich und freue mich seltsamerweise ebenfalls über den gelungenen Coup.

Abriss?
Die enorme Summe für das minderwertige Mahl stört mich nicht, ich habe andere Probleme. Ich muss mich um einen pummeligen kleinen Jungen kümmern und diesen beschützen. Der Windel tragende Knirps ist ein Medium und kann in die Zukunft blicken. Dummerweise kann er noch nicht sprechen. Das macht ihn für die anwesenden Vampire jedoch nicht weniger gefährlich. Ein potentieller Hellseher ist eine potentielle Gefahr. Es gelingt mir, den Jungen aus der Gefahrenzone zu bringen. Mit dem Kind auf dem Arm beobachte ich von einem Hügel aus die Abrissarbeiten einer Wohnsiedlung. Sämtliche Häuser (bis auf fünf) werden mit schwerem Gerät plattgemacht.

Das Bild ist verstörend: Fünf intakte Häuser stehen wie mahnende Finger inmitten eines Trümmerfeldes aus Steinbrocken und Brettern. Muss ich erwähnen, dass die Verantwortlichen der Zerstörung die Vampire sind? In den verbliebenen (luxuriös ausgestatteten und von außen gut einsehbaren) Häusern leben Menschen mit Kindern, als wäre nichts passiert. Eines der Häuser ist ein mehrstöckiges, sanierungsbedürftiges Gebäude aus einem vorherigen Traum. Die angrenzende, handtuchgroße Wiese des Hinterhofs ist Streitthema, denn hier hat "schon immer" das Schaf eines der Eigentümer gegrast. Das soll so bleiben, egal ob ringsum jetzt Luxuswohnungen entstehen oder nicht. Letztes Traumbild: "Mein Vampir" macht sich über das Schaf her und ich denke: "Hoffentlich gibt es genug Lämmer, um auch künftig seinen Hunger zu stillen."


Relevante Traumsymbole für die Traumdeutung


 

Was bedeuten Vampire im Traum?


Das Traumsymbol "Haus" ist vielschichtig und dessen Bedeutung wurde hier in diesem Blog bereits mehrfach beleuchtet. Vampire hingegen kamen bislang nicht vor. Allgemein gilt das Traumsymol des Vampirs als negativ behaftet. Kraft wird abgesaugt, Freunde werden sich als Feinde entpuppen. Was jedoch, wenn einem der Vampir gar nicht als bedrohlich, sondern als Kumpel erscheint? Dann soll das Traumbild versteckte sexuelle Phantasien beleuchten. Ich habe mit dieser Deutung Probleme, denn "mein" Vampir erschien mir als ganz normaler Mensch mit Stärken und Schwächen - und nein, ich habe nicht kürzlich einen Vampirroman gelesen, der mich beeinflusst hat. ("Interview mit einem Vampir" ist für mich übrigens nach wie vor die beste Umsetzung des Themas!) Wie immer gilt: Die Sichtweise macht's. Hier könnt ihr die verschiedenen Deutungsmöglichkeiten nachlesen und die gefühlt richtige Bedeutung herauspicken: Traumbild Vampir.


Träumt schön!

Traumzauberhafte Grüße, Claudia










Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen