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Samstag, 4. Juni 2016

Rathaus, Brüste und Pralinen - Traum mit Traumdeutung

Schöner Sterben?

Ich hatte einen Traum. Dieser Traum hätte zartbesaitete Träumer wahrscheinlich in Panik versetzt. Ich bin jedoch Einiges von meinen Träumen gewöhnt. Es ging um eine Brustverletzung (oder um ein Geschwür, so genau weiß ich das auch noch nicht, jedenfalls extrem eklig), um die Suche nach einem Krankenhaus und (mal wieder) um eine Traumszene in einer Massen-Toilette mit integrierter Dusche. Ein typischer Klartraum. Die Bilder haben dominiert - sie sind diesmal besonders schwer zu beschreiben. Nach der Handlung suche ich noch. Zuerst notiere ich den Traum, dann die traumrelevanten Symbole und zum Schluss versuche ich, das Desaster zu analysieren. Schwere Kost. Auf geht's:



Dusch-Klo, Pralinen, Pin-Code, Brüste und Schlangen vorm Rathaus 


Ich habe keine Ahnung, wieso ich so oft von dem immer gleichen langen Gang träume, in dem sich einseitig mindestens 30 Toilettenboxen befinden. Manche sind mit halbhohen Türen versehen und einsehbar, einige wenige besitzen richtige Türen und sind verschließbar. Natürlich will ich eine der abschließbaren Boxen nutzen, die nicht größer als eine Umkleide in einem Schwimmbad sind. Darin befinden sich ein Plumpsklo und eine Dusche. Eine kuriose Kombination, aber im Traum funktioniert's. Nachdem ich mich gereinigt und umgezogen habe, begebe ich mich in ein Lokal zu einem Vorstellungstermin. Der Laden ist leer und ich suche den Wirt. Selbst im Büro ist niemand anzutreffen. Auf dem Schreibtisch steht eine Etagere mit Pralinen, dünn wie Oblaten. Ich kann nicht widerstehen und mopse ein paar davon - gerade so viel, wie in meine geschlossene Hand passen.

Wieder draußen, ploppen die Oblaten-Pralinen auf und jede wird so groß wie meine Handfläche. Sie schmecken süß und lecker. Eine einzige reicht, um meinen Hunger zu stillen. Die anderen verschenke ich an Straßenkinder. Vor einem Hochhaus treffe ich alte Bekannte und ehemalige Kollegen. Wir unterhalten uns oder versuchen es zumindest. Mich stört, dass die meisten von ihnen nur über ein Display mit mir kommunizieren wollen. Hierbei verschwimmt die Hochhausszene und ich befinde mich in einem Chatroom, in dem diesselben Leute nur noch über Icons anklickbar sind. Der Chat ist voll und alle "reden" durcheinander. Ich klinke mich aus und stehe plötzlich allein vor dem Hochhaus. Ich weiß den Pin-Code für die Haustür nicht und stehe ziemlich verloren im Eingangsbereich rum. Meine linke Brust beginnt zu jucken und ich greife unters T-Shirt.

Das jetzt folgende, extrem plastische Traumbild übersteigt meine texterischen Möglichkeiten. Ich versuche es trotzdem: Die Brust in meiner Hand fühlt sich heiß an. Während ich reibe und drücke, platzt die Haut auf und eine rote Fleischmasse quillt hervor. Die Brust stülpt sich quasi von innen nach außen. Erschrocken drücke ich das weiche Gewebe wieder zurück und verschließe mit meiner Hand die Öffnung. Weit und breit ist niemand, der mir helfen kann, also rufe ich mit der freien Hand meinen Freund an. Dieser rät mir, sofort ins nächste Krankenhaus zu gehen. Inzwischen hat sich die Wunde wieder fast von selbst geschlossen, nur ein kleiner Riss ist noch zu sehen. Tatsächlich befindet sich das nächste Krankehaus gleich um die Ecke nur eine Straße weiter - im Rathaus.

Ich eile über den Markptlatz, doch ein Pulk Menschen drängelt sich vor dem zweiflügeligen Eingang des altehrwürdigen Gebäudes. Ich schiebe mich an der Schlange vorbei und benutze die Ellenbogen, um hineinzukommen. Schließlich handelt es sich bei mir um einen Notfall - sollen die anderen gefälligst warten! Ein Wachmann koordiniert den Besucherstrom und weist mir die richtige Richtung. Das Innere des schönen alten Rathause entpuppt sich als ein riesiger gläserner, verwinkelter Neubau mit vielen Fluren. Im dritten Stock finde ich die für mich zuständige Ärztin. Die Wehen kommen inzwischen in sehr kurzen Abständen. Ich werde auf einer Trage in den Kreißsaal geschoben. Wehen?! Habe ich was verpasst? Leider (oder zum Glück) ist der Traum an dieser Stelle zu Ende.

Relevante Traumsymbole für die Traumanalyse


  •  Toiletten
  •  Duschen
  •  Pralinen
  •  Freunde
  •  Brust
  •  Rathaus
  •  Krankenhaus
  •  Wehen

Traumdeutung mit Schwerpunkt Brust - schwierige Kiste


Das Traumsymbol Klo mitsamt Dusche und Hochhaus hatten wir schon. Also konzentriere ich mich auf die anderen Traumsymbole. Ehemalige Freunde und Bekannte im Traum mahnen, aus der Vergangenheit zu lernen und die Zukunft besser zu gestalten. Speziell, sich mehr auf reale Kontakte zu konzentrieren. Pralinen im Traum bedeuten, dass man genusssüchtig ist und die Gefahr eines Vermögensverlustes besteht. Wenn man jedoch etwas verschenkt, wird die Aussage ins Gegenteil verkehrt und erhält einen positiven Aspekt. Ein Geschwür in der Brust zu haben deutet auf eine mögliche Krankheit hin, die nichts mit der Brust selbst zu tun haben muss. Im realen Leben ist ein Arztbesuch ratsam. Das Rathaus im Traum steht für Streit und drohende Prozesse, aber auch für schwierige Aufgaben allgemein, bei denen man Unterstützung benötigt. Das Krankenhaus weist daraufhin, dass der Träumer Hilfe benötigt, die Gefühlswelt betreffend. Wehen assoziieren Geburt und werden in den meisten Volksgruppen mit positiver Veränderung und einem Neubeginn gleichgesetzt. Doch auch das Gegenteil kann der Fall sein.


Träumt schön.

Traumzauberhafte Grüße, Claudia



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