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Sonntag, 24. Juli 2016

Albtraum Terror - Mord als Hobby im Namen Allahs


Abdullah Issa, 12 (✝) 

Heute bin ich in den Kommentaren eines FB-Kontaktes über einen Bericht (mit Fotos und ungeschöntem Video) gestolpert, der mich furchtbar schockiert hat.

Man liest gelegentlich von Gräueltaten in Kriegsgebieten, von diversen Gruppierungen (die kein Europäer auseinanderhalten kann), die sich gegenseitig bekämpfen. Meist bleibt es eine Randnotiz, ist ja (noch) weit weg oder wird gar nicht erst bekannt, denn wir haben ja inzwischen unseren "eigenen" Terror. Während in Frankreich ein 31-jähriger Tunesier vor wenigen Tagen hunderte feiernde Menschen gezielt mit einem LKW niedermetzelt (84 Tote) und in Deutschland ein verblendeter, angeblich ebenfalls turbo-radikalisierter 17-jähriger afghanischer Flüchtling (dessen Identität sich als falsch herausstellt) mit der Axt in einem Zug um sich schlägt und wildfremde Menschen schwerst verletzt, wird in den islamischen Ursprungsländern nahezu täglich hemmungslos gemordet: Männer, Frauen, Kinder. Und die Täter leben unbehelligt weiter.



Im Namen Allahs und für den imaginaren Islamischen Staat in vormittelalterlichen Grenzen werden Frauen vergewaltigt, Kinder misshandelt, Väter erschossen, Journalisten gekidnappt; es wird gefoltert, getötet und es werden zu "Propagandazwecken" bevorzugt Köpfe abgeschnitten. Töter geht dann ja wohl nicht. Gut und böse gibt es in diesen Kreisen längst nicht mehr, hat es nie gegeben und dennoch werden einige "Rebellen" als gemäßigt und unterstützungswürdig angesehen, andere hingegen nicht. Ein Freibrief für jeden "Gotteskrieger" und eine Einladung, das Morden unter Billigung der westlichen Welt an der Zivilbevökerung ungestraft fortzuführen.


Ein Kind wird auf offener Straße im Namen Allahs bestialisch getötet


Kopf ab? Guillotine, Schwert oder Henkersbeil kann ich mir als Enthauptung noch vorstellen, das ist/war immerhin kurz und schmerzlos. Nun habe ich mich immer gefragt, wie man einem Menschen den Kopf "abschneiden" kann. Ich glaube nicht, dass ich das wirklich wissen wollte - aber jetzt weiß ich es! Ich habe das Video gesehen. Die Szenen sind unerträglich und das Schlimmste überhaupt - ein unschuldiges Kind musste für die "Vorführung" herhalten - geschehen vor drei Tagen mitten in Aleppo:

Militante der (angeblich) von den Franzosen und Briten finanziell unterstützten "gemäßigten" Oppositions-Gruppe “Harakat Nour al-Din al-Zenki” (حركة نور الدين الزنكي) haben einen knapp 12-jährigen verletzten, schmächtigen Jungen, der nicht älter als 9 - 10 aussieht, aus dem Flüchtlingslager Handarat nahe Aleppo (türkisch-syrische Grenze) in die Stadt verschleppt. Er hat Brandwunden an den Armen, einen bandagierten Bauch und eine Art Tropf in der rechten Armbeuge. Eine Handvoll zivilisiert wirkender junger Männer lachen und tätscheln dem sichtlich verängstigten Kind (noch mit Milchzahnlücke) die Wangen und strubbeln ihm durch die Haare. Sie machen sich darüber lustig, dass "die Assad-Armee keine Männer mehr, sondern nur noch Kinder schicken würde". Dann schleift einer von ihnen den sich wehrenden Jungen auf die Ladefläche eines Lasters (ein weiterer "Rebell" steht daneben, gibt Anweisungen und hilft beim Festhalten), legt ihn auf den Bauch, dreht ihm die Arme auf den Rücken, setzt sich auf ihn, packt seinen Kopf an den Haaren und schneidet ihm mit einem stinknormalen Messer, das aussieht wie ein Brotmesser, mit langsamen Sägebewegungen den Hals von vorn bis hinter zur Wirbelsäule durch. Noch ein paar kräftigere Schnitte und er hält den Kopf triumphierend in die Kamera, legt diesen dann auf dem Rücken des Leichnams ab, während aus dem kopflosen Rumpf das Blut fließt. All dies passiert auf offener Straße (man sieht Passanten, Kinder, Hunde) und unter andauernden Allahu-Akbar-Rufen.

Der Junge wurde von seinen Mördern beschuldigt, ein Sympathisant von Bashar Al-Assad (syrischer Staatspräsident/Diktator und erklärter Feind der Westmächte) zu sein. Der Name des Knaben war Abdullah Issa. Das Foto zeigt ihn noch unverletzt, wenige Wochen zuvor. Er stammt aus ärmlichen Verhältnissen und lebte ursprünglich mit seiner Familie am Nordrand von Aleppo.

Ich musste das Video von Anfang bis Ende sehen und habe jetzt noch Bauchschmerzen, bin verstört, ratlos und wütend. Wegsehen war und ist in diesem Fall keine Option, ich habe recherchiert und sorgfältig hinterfragt, ob und wie ich den Bericht veröffentliche. Passiert ist (bzw. veröffentlicht wurde) das Verbrechen vor drei Tagen, am 20.07.2016 - nur 3.000 Kilometer von unserer nicht mehr ganz so heilen Welt entfernt. Ich möchte jedem einzelnen dieser Männer ins Gesicht spucken ... und noch einiges mehr. Der Tod wäre für diese Täter allerdings ein Geschenk.

Warum mich dieser eine Tote mehr berührt, als die zahlreichen Toten von Nizza (darunter viele Kinder)? Tut es nicht; das Verbrechen steht beispielhaft als eines von vielen. Es gibt nicht wichtige und weniger wichtige Opfer. Jeder gewaltsame Tod ist einer zu viel und sinnlos obendrein. Ich fühle mit den Opfern und den Angehörigen der Opfer. Und ich verurteile die Täter - alle Täter - vor allem diejenigen, die leben und einfach weiter machen. Ich möchte die Hintergründe verstehen. Und die haben leider nicht immer und nicht ausschließlich etwas mit Glaubensfragen zu tun, sondern sind durchaus weltlich und vor allem westlich: Hass, Gier, Neid und Größenwahn.

Persönliches Fazit - Augen zu und durch?


Was also ist mein persönliches Fazit? Alle Flüchtlinge bedingungslos aufnehmen? Nein, das können wir gar nicht. Zumal der "Westen" ohnehin für die Zustände dort verantwortlich gemacht wird - zu recht. Demnach sind wir eigentlich die Feinde des Islam, die den Opfern großmütig (großkotzig) Schutz anbieten. Wertlose Ungläubige mit viel zu vielen Freiheiten sind wir in den Augen der meisten Strenggläubigen sowieso. Das kann nur schiefgehen! Gleichzeitig holen wir uns (neben vielen wirklich Unschuldigen und Integrationswilligen) die Verbrecher mit offenen Armen ins eigene Land, wo sie unter den Augen von Polizei und Staatsmacht untertauchen und ihr giftiges Gedankengut mit Hilfe des Internets von innen heraus in verblödete Köpfe injizieren, während die eigene Bevölkerung noch mehr überwacht werden soll. Sascha Lobo hat die Farce in diesem Beitrag gut auf den Punkt gebracht:

Ich verlinke den Beitrag des russischen Presseblogs bewusst nicht, bürge aber für die Authentizität der von mir beschriebenen, abgrundtief bösen "Handlungen", die Mörder mit der Lust am Töten zeigen, für die ein Menschenleben absolut nichts wert ist und die die Bezeichnung "Mensch" nicht verdient haben. Mord als Hobby unter dem Deckmantel einer fragwürdigen, missinterpretierten Religion. Das sollten wir nicht ignorieren. Der Blog selbst ist über das Wasserzeichen auf dem Foto zu finden.

Ich bin viel zu erschüttert, um euch gute Träume zu wünschen, versucht es aber bitte trotzdem.

Claudia Goepel 


Aleppo vor 2012 - und jetzt


Nachtrag 1:
Vor nicht allzu langer Zeit musste ich ein (Handy)-Video ansehen, in dem in einer belebten Stadt (und nein, die Stadt sah keineswegs trostlos oder staubig aus, ich weiß aber nicht mehr welche) eine mit einer Burka vollverschleierte ältere Frau (sah man an der Statur und hörte es an der Stimme) von einer Horde bärtiger Männer umzingelt wurde. Die Frau lieferte sich mit einem von ihnen ein Wortgefecht. Dann zwangen die Männer sie auf die Knie und unter Allahu-Akbar-Rufen wurde sie auf offener Straße mit einem Kopfschuss getötet. Es standen Kinder dabei und sahen zu, Passanten liefen vorbei. Das ist Terror in Reinkultur und passiert dort vielleicht nicht täglich, aber ständig. Es filmt ja nicht immer jemand oder veröffentlicht das dann auch. 

Der Terror ist längst bei uns angelangt - und es wird noch mehr passieren. Es ist ja so einfach für spinnerte Außenseiter oder wahlweise frustrierte, abgelehnte Asylbewerber, posthum "berühmt" zu werden. Ins Paradies kommen sie deswegen nicht, aber der IS wird nicht müde, sich deren Taten auf die eigenen Fahnen zu schreiben, nicht selten passt es sogar. "Funktionierendes Marketing" könnte man sagen. Drecksbande!

Nachtrag 2:

Die Rebellengruppe soll sich per Twitter von dem "Vorfall" (ich erinnere: ein Kind wurde enthauptet) mit folgendem Wortlaut distanziert haben: "Solche Misshandlungen sind individuelle Fehler, die weder unser typisches Verhalten noch unsere generelle Politik repräsentieren." Die Beteiligten sollen einem "Kommitee" übergeben worden sein, das den Fall untersuchen will. Zudem bitten sie ihre Verbündeten (also uns) darum, ihnen aufgrund dieses "Vorfalls" nicht die notwendige Unterstützung zu versagen, denn sie wären nach einer missglückten Offensive in Aleppo von Regierungstruppen eingekesselt und von der Versorgung abgeschnitten. Mit ihnen leider 300.000 Zivilpersonen. Ich glaube, ich lese nicht richtig!!! Diese feigen Mörder metzeln sich lachend durch die Zivilbevölkerung, verstecken sich dann unter diesen und nutzen sie als Schutzschild. Weiß von den westlichen Unterstützern überhaupt noch jemand, wer hier wessen Feind ist und warum? Die Franzosen unterstützen die eine Seite, die Amerikaner die andere, die Russen die regierungsnahen Truppen, die Deutschen liefern Panzer an jeden, der zahlt und wer mischt noch alles mit? Kein Wunder, dass die Menschen genau in die Länder fliehen wollen, denen sie den Krieg zu verdanken haben, im Schlepptau ein paar von den Mördergesellen. Fällt ja nicht auf, wer braucht als Flüchtling schon Papiere oder echte Namen. Dass sich einige von denen für die Gastfreundschaft der NATO-Verbündeten BEdanken, so wie sie es durch ihre langjährige "Kampferfahrung" kennen, ist fast schon eine logische Schlussfolgerung.

Kommentare:

  1. Ein wahrer Bericht. Traurig, das alles. Ich stimme nur in einem nicht zu: Ich würde mir so etwas nie, nie, niemals anschauen. ich schaue mir überhaupt keine Gräueltaten an, weder an Menschen noch an Tieren. Ich kann es schlicht nicht. Und ich will es auch nicht. ich las noch nicht einmal die Stelle in Deinem Text, wo - so vermute ich - Du die Tat beschreibst. Vielleicht bin ich zu sensibel, vielleicht zu empathisch. Es würde nicht lange dauern, bis mich die Bilder, die in meinem Kopf weiter und weiter gehen, in einen tiefen Strudel reißen würden. Oft werden grausame Videos nur zu Propagandazwecken gedreht. Wer so etwas dreht und ins Netz stellt, freut sich über jeden Klick. Warum muss man sich sowas anschauen, um nicht als "realitätsfremd" zu gelten? Was helfen Dir jetzt Deine Verstörtheit, Dein Zorn, Dein Entsetzen? Was hilft es diesem Jungen? Bei seinem grausamen Tod sehen Millionen zu. Das kann nicht richtig sein. Die sozialen Netzwerke sind Fluch und Segen. Doch solange solche Videos geschaut werden, werden sie auch produziert, teilweise extra für diesen Zweck. Deswegen schaue ich dennoch nicht weg. Bin sogar sehr aktiv in der sozialen Hilfe dabei. Mit Bildern von solchen Gräueltaten im Kopf würde ich irgendwann anfangen, die Menschen zu hassen. Ich weigere mich strikt, so etwas anzusehen - und ganz ehrlich, ich verstehe es nicht, wie man sich so etwas ansehen kann, ohne daran zu verzweifeln, innerlich zu ersticken, nein, das verstehe ich nicht.

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    1. Hallo A.,

      danke für Deine Meinung.
      Ich schaue hin, wenn ich mit der Nase draufgestoßen werde und suche nicht nach solchen Videos. Wegschauen war für mich in diesem Fall keine Option, doch ich verstehe, dass nicht jeder hinschauen kann. Das Video (die relevanten Teile übrigens verpixelt) wurde nicht über die sozialen Medien verbreitet, zumindest weiß ich nichts davon, sondern war Teil eines Berichts eines russischen Presseportals. Das Gesehene aufzuschreiben, die Hintergründe zu recherchieren und zu hinterfragen ist meine Möglichkeit, es zu verarbeiten. Dem Jungen selbst hilft es nicht mehr, das ist richtig.
      Ich bin ebenfalls sehr aktiv sozial tätig, unter anderem auch in der Flüchtlingshilfe für traumatisierte Kinder, und bin in der Lage zu differenzieren. Es besteht keine Gefahr, dass ich anfange, die Menschen zu hassen. Ich verabscheue nur einige Exemplare von ihnen.

      Gruß, Claudia

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  2. Ich schließe mich dem/der Vorredner/in an. Es bleibt jedem selbst überlassen, sich solch ein Video anzusehen oder nicht. Gerade deswegen sollte man nicht haarklein beschreiben, was zu sehen ist.
    Wir sind alle entsetzt und wir haben den Fall in den Medien bereits mitbekommen. Wir erreichen hier überhaupt nichts mit solchen Berichten, schüren nur noch mehr Angst, Verzweiflung und Hass. Vor Ort muss sich etwas ändern. Keiner der Personen, die schuld sind an diesen Vorfällen, wird sich nur einen Funken dafür interessieren, was wir bei solchen Videos empfinden, bzw. genießen, dass wir so getroffen sind. Die Menschen vor Ort sind verroht, abgestumpft und funktionieren nicht mehr normal. Der Junge war ein leichtes Opfer für sie, die wohl täglich kämpfen und töten. Da sie alle eindeutig identifizierbar sind, wird es ihnen wohl nicht lange mehr gut gehen.

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    1. Hallo LB,

      in welchen Medien wollen Sie und andere davon erfahren haben?! Amnesty International hat eine Fallstudie über die Gräueltaten westlich unterstützter Milizen zur Verfügung gestellt (unter anderem über den Mord an diesem Jungen), die öffentlich-rechtlichen Sender und übrigens auch die privaten verschweigen hingegen diese Informationen. Vielleicht erfolgt irgendwann einmal eine Randnotiz oder ein beiläufiger Satz. Denn die Mörder werden von den Nato-Verbündeten mit Geld und Waffen versorgt. Diese Zusammenhänge sind nachdenkenswert. NICHT darüber zu berichten, ist ein Fehler. Uninformierte Bürger haben Angst, sind verzweifelt und ziehen voreilige Schlüsse, weil sie die Hintergründe nicht kennen, wenn der Terror bei uns anlangt. Ist ja bereits Realität.
      Vor Ort muss sich was ändern? Ja, was denn? Vorschläge? Die Flüchtlingslager hübscher gestalten oder noch mehr Waffen liefern, damit sich die Leute gegenseitig ausmerzen?!
      Was interessierte es mich, wass diese Mörder über mich denken (was ich bezweifle - sowohl dass die denken als auch, dass die jemals von meinen Gedanken erfahren) - mir ist es wichtig, was ich denke und wie ich damit umgehe. Und zwar ohne zu polarisieren und die Opfer zu verhöhnen. Wem meine Ansichten nicht passen, liest bitte in anderen Medien statt in meinem winzigen Nischenblog. Das Internet bietet genügend Auswahl für jedwede Gesinnung.

      Gruß, Claudia

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    2. http://www.stern.de/politik/ausland/syrien--rebellengruppe-koepft-kind-6972214.html

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    3. ok LB,
      den Artikel kannte ich noch nicht. Und was hat der Stern-Redakteur nun anders gemacht? Ach ja, er hat (im Gegensatz zu mir) sogar Bildmaterial der Tat mitgeliefert - in einem Medium, das hundertfach mehr Leser hat als mein Blog! Fragen Sie ihn auch, weshalb er über das Verbrechen berichtet und die Hintergründe (immerhin ansatzweise) hinterfragt?!
      Oder ist er für eine derartige Berichterstattung befugt, ich als Normalbürger jedoch nicht?
      Gruß, Claudia

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    4. Sie hatten gefragt, welche Medien denn alles schon davon berichtet hatten, erinnern Sie sich? Der Fall ist vielen schon bekannt. Auch auf Fb erscheint er dauernd. Und viele wollen sich das Video eben nicht anschauen. Warum also alles beschreiben. Kann doch jeder für sich selber entscheiden.

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    5. Ich habe noch ganz andere Fragen gestellt, erinnern Sie sich? Und richtig, jeder kann für sich selbst entscheiden, ob er/sie meine Texte liest oder nicht! Mir vorschreiben zu wollen, mit welchen Themen ich mich befasse und was ich wie schreibe, haben schon andere Leute versucht, zu denen ich mir wenigstens noch ein Gesicht vorstellen konnte. Ach, dann nehme ich einfach eins von denen, wird schon passen. ^^

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    6. Ich schreibe Ihnen nicht vor, mit welchem Thema Sie sich befassen sollen. Es geht mir wie den anderen Kommentatoren darum, dass Sie den Inhalt des Videos genau wiedergegeben haben. Ich habe nichts gegen das Thema selber gesagt. Vielleicht antworten Sie mal den anderen Kommentatoren genauso zickig.

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    7. Dann glaube ich ihnen einfach mal Ihre lauteren Absichten. Vielleicht finden Sie ja andere Themen in meinem "Blögchen", die Ihnen mehr zusagen.

      Gruß, Claudia

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  3. Schlimm das zu lesen, ich weiß schon lange nicht mehr, was ich sagen soll. Ist man dagegen, dass so viele Flüchtlinge aufgenommen werden, ist man ein Nazi, befürwortet man, dass wirklich schutzbedürftige hier bleiben dürfen, macht man sich "mitschuldig am Untergang unserer Gesellschaft". Also besser nichts mehr sagen? Ich kenne viele Moslems, die zwar etwas anders leben als wir, aber im Großen und ganzen doch sehr ähnliche Wertvorstellungen haben als wir "Christen".
    Leider stimmt es, diese grausamen Videos dienen meistens doch nur der Belustigung und nicht dazu, auf etwas aufmerksam zu machen und zu ändern. Aber was können wir denn von hier aus auch wirklich tun?

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    1. Liebe Tanja,

      ich gehöre nicht zu denen, die solche Videos ausschlachten und als Belustigung sehen, die Macher hingegen schon. Das ist mir bewusst. Mir geht es um die Hintergründe und dass die Opfer (alle Opfer) nicht vergessen oder gegeneinander aufgewogen werden. Es gibt nicht wichtige oder weniger wichtige Opfer. Der Fall des Jungen ist "nur" ein aktuelles Beispiel von vielen an der Basis.
      Ich vermag auch keine Hilfestellung geben, wie jeder einzelne mit der Flüchtingssitation umgehen kann/soll/muss. Das muss wirklich jeder mit sich selbst vereinbaren. Zum Beispiel war ich bereits in mehreren Flüchtlingsheimen und habe für die dortigen Kinder (und die Erwachsenen) gezaubert. Vielleicht nur ein klitzekleiner Beitrag, die richtigen Menschen zu erreichen und etwas Freude zurückzubringen, für mich persönlich jedoch ein wichtiger.
      Mit kritischer Besorgnis sehe ich jedoch auch die Verrohung in den isolierten Gemeinden mitten in Deutschland, wo Integration abgelehnt wird. Eine Lösung habe ich nicht (Ideen hätte ich viele), ich bin kein Politiker.

      Liebe Grüße, Claudia

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  4. Furchtbar traurig und ich finde es gut, dass du das so aufarbeitest. Besser, als ein Video zu teilen. Ich glaube, es ist für DICH wichtig, damit umzugehen. Und jeder versucht das auf seine Weise. Der eine, indem er negative Schlagzeilen und gewaltverherrlichende Videos vermeidet anzuschauen - was auch keinem wirklich was nützt, außer, dass man mit der Vogel-Strauß-Methode ruhiger lebt. Der andere schreibt sich halt den ganzen Kummer/Frust/Wut/Angst von der Seele. Eine Lösung wäre gut, ich denke, wenn die Länder nicht so geld- und machtgeil wären und keine Waffen liefern würden, das wäre der 1. Schritt. Im zweiten könnten sich starke westliche Verbündete gegen die Fanatiker zur Wehr setzen. Die Frage ist doch schon, wer hat den IS und andere Terrorgruppierungen erst stark gemacht? Und dann scheinheilig die Asylanten aufnehmen und so tun, als sei man menschlich? Da tun einige Deutsche sehr viel mehr für die Integration und die Ausländer, indem sie sich privat engagieren und sei es nur beim Sammeln von Sachspenden, bei Behördenhilfe usw. Das Ganze ist hinten und vorne nicht richtig geplant, durchdacht und schon lange nicht mehr kontrollierbar - leider. Auf der einen Seite wird über deutsche Bürokratie geschimpft, über den "gläsernen Bürger", über den Datenschutz und dann "rutschen" bei uns "Flüchtlinge durchs Raster", die Angst und Schrecken verbreiten? Bei dem Anschlag in München und auch bei allen anderen ist es übrigens fast egal, ob diese Deutsche oder Asylanten sind, ob sie rechtsextrem oder anders fanatisch geprägt oder einfach nur gestört-krank sind. Diese Taten sind verabscheuenswürdig, absolut traurig und sie machen fassungslos. Ich hoffe nur, dass wir bei diesen ganzen Bildern und Berichten nicht eines Tages auch verrohen und es uns quasi egal wird - "Wie, waren nur 9 Tote? Na, dort waren es aber 300." Wenn wir anfangen, die Opfer und die Täter nach Kriterien zu beurteilen (quasi manches nur halb so schlimm wie etwas anderes), dann sind wir bereits in der falschen Richtung unterwegs. Die Gefahr, dass viele abstumpfen und nicht hinterfragen - die sehe ich überall und leider auch in Deutschland.

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    1. Liebe Heike,

      Du hast sehr gut erkannt, was mich (und vermutlich viele andere Menschen) bewegt. Die Misstände und die Ursachen zu erkennen, ist ein erster Schritt. Man kann gar nicht oft genug darauf hinweisen. Das entbindet jedoch niemanden, sich seine eigene Meinung zu bilden und im eigenen Umfeld entsprechend zu handeln - im positiven Sinne und für ein funktionierendes Miteinander. Ein Widerspruch zu meinen obigen Ausführungen? Nein, finde ich nicht.

      Liebe Grüße, Claudia

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  5. wir haben Angst vor den Terroristen die als Flüchtlinge ins Land kommen empören uns über Übergriffe von Asylanten vergessen aber das es unter den Deutschen genug solcher Schweine gibt und wenn Brandasätze in Flüchtlingsunterkünfte geworfen werden oder Ausländer offen auf der Strasse angegriffen werden egal ob Asyl suchende oder Studenten oder nur anders aussehenden sind diese Leute nicht genauso aber es ist ja leichter auf andere mit dem Finger zu zeigen statt über sich nachzudenken

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    1. Allgemein betrachtet? Oder was meinen Sie? Das ist kein politischer Blog. Ich verurteile jegliche Gewalt gegen Menschen. Manche Gewalttaten machen mich jedoch sprachloser als andere - und dann schreibe ich darüber oder tausche mich mit anderen Menschen aus.

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