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Mittwoch, 21. Januar 2015

Gott ist ein Pizzabäcker

 Quelle: Gott mit Ei, Stupipedia

Kurz, knapp, bildgewaltig, sprunghaft und mit Symbolen gespickt - so sehen die Träume vieler Menschen aus, die sich nach dem Aufwachen an ihre Traumsequenzen erinnern können. Plötzliche Szenen- und Ortswechsel sind normal. Im Traum können wir fliegen, uns von einem Ort zum nächsten beamen und treffen auf Menschen, die wir noch nie zuvor gesehen haben. Rollstuhlfahrer können laufen, Blinde können sehen, Fastfood-Junkys verwandeln sich in Gourmets. Oder wir begegnen Gott, obwohl wir gar nicht an ihn glauben. Nachfolgende Traumsequenz von letzter Nacht hat mich leicht irritiert.




Ist Gott ein Pizzabäcker?


Ich laufe mit einem großen Teigling in der Hand durch eine mir unbekannte Innenstadt, auf der Suche nach einem Restaurant, dem ich meine Dienste anbieten kann.

Ich bin ein freiberuflicher, sehr gefragter Crêpes-Bäcker. Wohlgemerkt: Crêpes - diese dünnen französischen Pfannkuchen. In einem Lokal werde ich mit meinem Teigklumpen, der natürlich aus streng geheimen Zutaten besteht, vom Küchenchef bereits erwartet. Er weist mir eine Ecke in der Küche zu, in der eine große runde Heizplatte auf der Arbeitsfläche steht. Mein Arbeitsplatz besitzt ein Sichtfenster zum Gastraum: An einem Tisch sitzen vier junge, krakelende Leute. Ich bin gerade damit beschäftigt, ein winziges Stück Teig von meinen Teigball abzuknapsen und zu verarbeiten, als die Gäste rufen, was sie für Belag auf ihrer Pizza wünschen. Pizza?! Erbost packe ich alle Utensilien zusammen (auch das winzige Teigstück) und verlasse das Lokal mitsamt meinem Teigling.

Szenenwechsel
Inzwischen befinde ich mich in einer Straße, die öfter in meinen Träumen vorkommt - eine baumbewachsene, verkehrsberuhigte Allee mit unterschiedlich großen Häusern, kleineren Villen und den dazugehörigen Grundstücken. An einem grünen Gartentor bleibe ich stehen. Dahinter befindet sich ein sehr schmales, rundes und fensterloses hohes Haus, das keinem Baustil ähnelt, den ich kenne. Es handelt sich nicht um einen Leuchtturm oder einen Wasserturm. Die ungewöhnliche Form finde ich seltsam, hässlich und total unpraktisch. Ein dunkelhaariger, bärtiger Mann bittet mich herein und ich finde mich in einer relativ großen und hohen runden, düsteren Halle ohne jegliche Möbel wieder. Seitlich führt eine gewundene Treppe nach oben. Auf meine Frage, wer denn hier wohnt, antwortet mein Gastgeber: "Hier wohnt Gott." Diese Verkündung hat mich wohl so verschreckt, dass ich umgehend aufwache. ;)

Relevante Traumsymbole für die Traumdeutung



Ein kurzer Ausflug in die Traumanalye 


Nun sollte ich vielleicht froh sein, dass ich nicht vom Propheten Mohammed und von Allah geträumt habe, das hätte mich als Ungläubigen noch viel mehr irritiert. Doch was kann es bedeuten, wenn ein erklärter Atheist wie ich von Gott träumt, auch wenn dieser nur namentlich erwähnt wird? Finden wir es heraus. Der Turm könnte in diesem Zusammenhang die künstliche Achse zwischen Himmel und Erde darstellen, besitzt aber noch andere Deutungsmöglichkeiten.

Wenn einem Träumer Gott erscheint, so kann dieses Traumsymbol verschiedene Bedeutung haben. Nichtgläubige Menschen haben in der Realität eventuell ein Problem mit autoritären Personen, möglicherweise gibt es Stress mit dem Chef. Wenn uns Gott im Traum persönlich erscheint, dann bedeutet das keinesfalls etwas Gutes, sondern weist auf einen tyrannisches weibliches Wesen im engeren Umfeld hin. Wenn Gott jedoch zu einem spricht, dann bedeutet das bevorstehendes Glück, egal was er dabei sagt. Lest selbst nach, was dieses Traumbild bedeuten kann und achtet dabei auf die Begleitumstände eures Traumes.

Zum Glück(?) bin ich aufgewacht, bevor dieser Gott mir in dem seltsamen Turmhaus erscheinen konnte. Ich hätte allerdings schon gern gewusst, wie er aussieht. Ich glaube zwar nicht an eine höhere Macht, aber ich glaube an das kollektive Bewusstsein, das niemals verlorengeht - demnach glaube ich daran, dass jeder Mensch und jedes Lebewesen eine Art Seele besitzt, die sich zum Wohle aller nach dem Tod mit den anderen Seelen vereint. Der Teigklumpen kündigt übrigens entweder netten Besuch an oder prophezeit ein gewinnbringendes Unternehmen - oder beides. Beim Arbeiten in einer Küche sorgt man sich um seine seelische Verdauung.


Träumt schön!

Traumzauberhafte Grüße, Claudia




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