Traumzaubereien

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Sonntag, 26. März 2017

Buchmesse Leipzig - abgespeckte Eindrücke

Café Puschkin




Leipzig liest Samstagabend im Café Puschkin.

Keine Ahnung, wer da gelesen hat. Als wir gegen 21.00 Uhr kamen, verabschiedete sich der Autor. Aber der Wein und das alkoholfreie Hefeweizen waren gut. Bei milden Temperaturen vor dem Lokal sitzend konnten wir rauchen und die Leipziger Nachtschwärmer beobachten. Wir schafften es noch ins UT Connewitz zur Balkan-Nacht und erlebten die letzten beiden Autoren (Namen vergessen). Einer war alt und bärtig, einer rebellisch jung mit Bierflasche in der Hand. Sie lasen in ihrer Muttersprache und anschließend wurde der gleiche Textschnipsel in der deutschen Übersetzung vorgetragen. Dazwischen Interview mit Simultan-Dolmetscher. Der bestuhlte Saal war proppevoll, stickig, feucht - und öde. 


Also, ich fand's ehrlich langweilig. Der eine erzählte von seinen Erlebnissen als Taxifahrer in Los Angeles - im Bukowski-light-Stil. Sehr light. Der andere berichtete von seinen Kindheitserinnerungen auf einem Kuhdorf in Kroatien. Die Story vom Hausabriss hatte weder Anfang noch Ende, geschweige denn einen Spannungsbogen - wurde jedoch in der Heimat euphorisch gefeiert, wie die Moderatorin erklärte. Nun gut. Zum Glück wartete unser Dackel im Auto, mit dem wir noch einen Nachtspaziergang an der frischen Luft durch den Agra-Park machten. Am morgigen Sonntag habe ich selbst einen Auftritt - ich lese nicht, sondern improvisiere, zaubere und quatsche mir für 10-jährige Jungs den Mund fusselig - als Clown. So, das war mein Eindruck vom Rand der Leipziger Buchmesse. Begeisterung sieht anders aus.

Andere mögen das anders empfinden.






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