Traumzaubereien

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Samstag, 8. Juli 2017

Urlaubsträume unter Wasser


Traumstrand und Trauminsel



Zauberhafter Gastbeitrag: 
Warst du schon mal auf einer tropischen Insel? Auf einer von denen, die immer in den Prospekten abgebildet werden? Die mit den weißen Sandstränden und dem unendlich blau schimmernden Ozean? Nein? Kannst du dir vorstellen, wie es dort wäre …


Du bist auf einer kleinen Insel, die einsam aus dem Meer ragt. Rundherum ist nur Wasser, es ist still und Möwen kreisen über dir. Am Himmel ist keine einzige Wolke zu sehen und selbst im Schatten ist es nicht wirklich kühl. Du läufst den Strand entlang, vorbei an Palmen und kleinen Bungalows mit Strohdächern.

Schließlich erklimmst du den Hügel in der Mitte der Insel, blickst über das Meer und fragst dich, wie weit der Horizont wohl von dir entfernt ist. Dann entscheidest du dich, durch das klare Wasser zu schwimmen und zu versuchen diesen Punkt zu erreichen. Nach einiger Zeit wirst du zu müde dafür, hast keinen Kraft mehr in den Armen und gehst schließlich unter, als du von einer Welle überrascht wirst.

Doch du ertrinkst nicht, könntest du gar nicht. Also tauchst du immer tiefer, vorbei an riesigen Fischschwärmen, an Quallen und Schildkröten, bis du den Boden erreichst. Wenn du nach oben blickst, kannst du immer noch die Sonne erkennen, die sich auf der Meeresoberfläche spiegelt.
Um dich herum erstreckt sich ein Riff, aus verschiedensten Korallenarten, in alle Richtungen. Auf jedem Felsen, wachsen Stein- und Feuerkorallen, in unterschiedlichen Farben. Kleine Krebse die in Muscheln wohnen, krabbeln ganz in deiner Nähe über den Meeresgrund, weshalb du dich entscheidest weiter zu schwimmen.

Du treibst knapp über dem Boden, auf dem sich unter unzähligen Steinen  viele Tiere verstecken. Krabben laufen kreuz und quer über die Felsen und Korallen. Egal wohin du blickst, überall schwimmen Fische. Manche davon erkennst du und weißt sogar, wie die Arten heißen, die an dir vorüber ziehen.

Viele der Meeresbewohner sind dir allerdings neu. Einige sehen wirklich lustig aus und du musst lachen, andere wechseln ihre Farbe oder glitzern sogar und so weit weg von der Oberfläche, kannst du auch richtig große Tiere beobachten. Zu denen schwimmst du aber lieber nicht so nah hin und schaust nur aus der Ferne zu.

Nach einiger Zeit gelangst du an einen Abgrund. Da es noch tiefer im Ozean aber schnell dunkler wird und du nichts mehr erkennen kannst, drehst du wieder um. Du schwimmst nochmal über das bunte Meer aus Korallen hinweg und dir fällt eine kleine Höhle in einem Felsen auf, die du vorher nicht gesehen hattest.

Auf dem Boden vor dem Felsen liegen eine Menge leerer Muschelschalen und als du näher kommst, verlässt gerade ein kleiner Oktopus die Höhle. Du würdest ihm gerne folgen, aber er ist viel schneller als du, setzt seine Tentakel ein um voran zu kommen und verschwindet hinter einem weiteren Felsen, um vor dir zu flüchten.

Das erinnert dich daran, dass du hier nicht hergehörst. Also beschließt du zur Oberfläche zurückzukehren. Du stößt dich mit den Füßen vom Boden ab und tauchst langsam durch das Wasser nach oben. Erneut vorbei an den Schildkröten und Quallen, von denen du vorsichtshalber etwas Abstand hältst.

Du durchbrichst die Wasseroberfläche und kannst in der Ferne die kleine Insel erkennen, die auf dich wartet. Die, zu der du schon immer mal wolltest, deren weißer Sandstrand bislang aber nur ein Traum für dich ist. Solltest du jemals dorthin kommen, nimm lieber eine Unterwasserkamera mit. Sonst glaubt dir doch keiner, was es dort am Meeresgrund alles zu sehen gibt. Und vergiss die Schwimmkleidung nicht!

Text:
Johann Krüger
Bilder: Pixabay 


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