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Dienstag, 26. Januar 2016

Arschlochhunde - weg mit Herzchen, her mit ehrlichem Dreck!


Bild: Ulrike Mai
MUSS mal gesagt werden! Ich bin ja schon seit einer Weile Fan der Arschlochhunde und lese still in mich rein feixend und auf sämtliche RS-Fehler scheißend regelmäßig mit. Ich amüsiere mich nicht nur über die grandios schnodderigen Texte, sondern auch über viele Kommentare. Die coole Schreibe scheint extrem auf die Leser abzufärben. Ein neuer Stil ist gefunden - ich suche allerdings noch nach der passenden Bezeichnung. Arschlochhunde wecken offenbar ungeahnte Kräfte, auch geistige. Weg mit dem Herzchengedöns - her mit ehrlichem Dreck! Das befreit. Hier kommt der Beweis ...  




Ein Arschlochhund ist blöd, aber liebenswert



Zwergin und Riese
In real freue ich mich immer über die erleichterten Gesichter der (uns bekannten, aber nach wie vor ungläubigen) Doggenbesitzer, die sich auf der Hundewiese panisch an ihren Riesenbrocken festklammern, weil wir mit unserem leinenlosen Zwergdackel ankommen, aber jedes Mal bereits von weitem beruhigend fuchtelnd winken. Unsere Zwergin kann nämlich seit dem Kleinhundealter saugut mit Riesen - je größer, je lieber. Ok, manchmal quietscht sie auch, als würde sie grad abgestochen. Dann sind die Großen erschrocken und erstarren sekundenlang zu Salzsäulen. Aber keine Sorge, bei einem fremden Hund frage ich immerhin vorher nach, ob's ein Kerl ist. Wenn nicht - Abfahrt! Weibsbilder mag Lucy gar nicht - oder nur, wenn die wie sie das Bein heben. Dann sind es Rüdinnen und somit cool.

Arschlöcher unter sich - Bild: Antje Hachmann
Die Verfasserin (yeah, es ist eine Frau!) der Arschlochhund-Geschichten wünscht ihren beiden geliebten Sabbertölen namens Gelenkbus und Uschi aka Todesstern gelegentlich die Krätze an den Hals, will sie an der Autobahn aussetzen, im Schlamm ertränken oder anzünden und ihre Asche koksen. Das klingt hart und darf so niemals ausgesprochen, geschweige denn aufgeschrieben werden?! Wieso, das ist die Wahrheit! Wer als Hundehalter behauptet, sein Köter sei das liebste, klügste und einzigste(!) Lebewesen, dass er zu jeder Tages- und Nachtzeit um und an sich wissen will, der lügt schamlos oder ist bereits im trotzigen Rentenalter und füttert die verfettete Sofarolle mit Keksen. Bei normalen Arschlochhunden gibt's allerdings diese gewissen Momente ...


Wer will nicht manchmal seinen Hund töten?!



Schweinehund?
Hunde kosten Zeit, Nerven und Geld, das ist wie mit Kindern. Vor allem Arschlochhunde verpulvern ein Vermögen - nämlich wenn sie besonders groß oder besonders krank sind. Für Letzeres ist die Größe marginal, denn der Preis, den der Tierarzt-Dealer beispielsweise für eine Bandscheiben-OP einfordert, ist derselbe, egal ob Dackel oder Schäferhund. (Wenn das ein Werbeblog wäre, würde an dieser Stelle ein Link für eine Tierkrankenversicherung kommen!) Manchmal sind die domestizierten Caniden einfach nur so überflüssig: Früh am Morgen oder spät in der Nacht oder mittags, wenn man arbeitet. Weil sie mal müssen, obwohl sie grad waren. Doch kaum einer traut sich auszusprechen, dass ein Hund nicht immer der "wahre und einzige Freund des Menschen" ist, sondern stattdessen auch mal ein albtraumhaftes Arschloch sein kann. Lieb haben wir ihn trotzdem.


Hund brennt? Bild: Antje Hachmann


Antje Hachmann, die Mama (haha, Hundehalter bezeichnen sich tatsächlich gern als Mama oder Papa) von Gelenkbus und Todesstern hingegen traut sich. Ohne Rücksicht auf Verluste! Ich bewundere sie dafür. *schwör*

Arschlochhund-Storys haben Titel wie "Idioten in Moll", "Inglorious Assholes", "Eier ab!" oder eindrücklich-eindeutig "Es ist: ein Arschloch". Unter jedem Bild gibt es eine selbst erlebte Geschichte. Die Texte mitsamt garantiert nicht niedlichen Fotos werden seit Mitte Dezember 2015 unter die hundebegeisterte oder wahlweise hundegenervte Social-Media-Meute geworfen. Mit wachsendem Erfolg. Da könnte man glatt neidisch werden - geiler Content rockt eben doch! Und macht Spaß zu lesen. Schaut unbedingt mal auf die FB-Seite und werdet Fan der Arschlochhunde, denn ab 10.000 Follower erscheint ein Buch. Ha, das war sowieso der Plan! Frauchen ist nämlich clever und obendrein Fotografin. Sie knipst u.a. kuriose Schnappschüsse, bei denen sich Hunde mit Fell (gibt ja auch welche ohne) Farbpulver aus selbigem schütteln. Das scheint ein neuer Trend und eine willkommene Alternative zu den Unterwasser-, Windkanal und Kostümbildern zu sein.






Tierschützer müssen sich künftig warm anziehen!


Lucy leicht lädiert
Noch halten sich die besserwissenden Tierschutz-Uschis (noch so ein geiles Wort!) eingeschüchtert zurück. Mal sehen, wie lange. Deshalb drücke ich für die Zukunft ganz fest die Daumen. Lucy krallt alternativ das Pfötchen zur Peace-Faust, wenn es nicht grad mal wieder verarztet ist, und wackelt anerkennend mit der Gumminase, um die herum die ersten grauen Haare sprießen. Bis jetzt habe ich die immer ausgezupft (was für ein Geschrei!), aber jetzt werden es zu viele. Übrigens hat die Zwergin überübermorgen Geburtstag - dann wird sie acht fette Jahre alt. Macht nix, bald fahren wir wieder im Rudel auf die Insel zum Wellness- und Peelingurlaub. Dort kann Lucy am Strand stundenlang herumrennen und ihre überzähligen Kilogramm abtrainieren. Und weil auch Hunde träumen (und ich sowieso), beende ich diesen Arschloch-Artikel mit der üblichen Floskel.


Träumt schön!

Traumzauberhafte Grüße, Claudia

Ringelpietz mit Anknabbern - Bild Ulrike Mai

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Kommentare:

  1. Die Arschlöcher danken aus tiefstem Herzen - ich bin begeistert! Weiter so!

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  2. Gern doch. Die Zwergin und ich grüßen die Riesenarschlöcher. ;)

    Liebe Grüße, Claudia

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  3. Super geschrieben, Freunde herrscht. Endlich versteht Claudia die Hunde dieser Welt. Spannend würde es, wenn mein "A...loch...Hund auf den Dackel treffen würde.... Denn?
    Unser Hund der eine, der Rüde. Der Dominikanische, der Gerettete.
    Soll ich? Soll ich nicht?
    Der Hund, der Rüde, der nur verstehen will, wenn es ihm in den Kram passt. Der nicht hören will, wenn ich es will? Also soll ich oder nicht?
    Manchmal rufe ich ihn auf Schweizerdeutsch? Er guckt durch mich hindurch.
    Oft rufe ich ihn auf Spanisch?
    Er guckt oder doch nicht?
    Auf Deutsch? Keine Reaktion.
    Soll ich nun mit ihm einen Sprachkurs besuchen? Englisch? Arabisch oder was?
    Soll ich? Oder doch nicht?
    Er kommt nicht. Fröhlich frisst er weiter. An unseren Früchten an den Bäumen, deren Äste schwer von den Mangos bis fast auf den Boden reichen.
    Also soll ich? Soll ich nicht? Muss ich, soll ich ihn wirklich umtaufen?
    Denn auf seinen Namen hört er nur in Verbindung mit Futter.
    Nenne ich ihn nun:
    Macho?
    Hör-nicht-hin?
    Sturer Bock?
    Loco Perro?
    Macho?
    My Love?
    Dubelihund?
    Trottel?
    Also auch ein Arschlochhund?
    Was soll ich denn nur tun mit diesem Rüden? Soll ich oder soll ich nicht?
    Ist das DIE Lösung aller Probleme?
    Wir sitzen vor dem Fernsehen, gucken die Serie: »Die Geißens«. Sie ruft ihren Mann ... und unser Hund, der Rüde, zeigt Reaktion. Er legt seine Ohren an und rennt was das Zeug hält.
    Also ich taufe ihn nun um:
    Ab sofort heißt er nicht mehr Jack, nein, er heißt: ROOOOBERT oder Arschlochhund. In diesem Sinne, weiter so. Wir, meine drei A -Hunde und ich freuen uns darauf.

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    1. Liebe Romy-Barbara,

      was für ein cooler Kommi! Ich bin total begeistert. :)

      Vielen Dank für Deine rotzig-poetischen Gedanken. Ja, Arschlochhundehalter verstehen sich mit viel, wenig oder gar keinen Worten blendend - ein Wuff reicht aus. In Deine tropischen Gefilde werde ich wohl leider nie kommen, aber die Zwergin und ich können ja ehrliche Gedanken über den großen Teich schicken.

      Schreib weiter fleißig an Deinem neuen Buch (gib Dir nen Ruck!) und knuddel Deine Arschlochbande von uns.

      Ganz liebe Grüße in die DomRep,

      Frauchen Claudia und Zwergin Lucy

      PS: Mist, hier gehen keine Smileys, ich wollte ganz viele Herzchen posten. ;)

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  4. Erfrischend, heiter, lustug. Ja, Hunde können richtige Arschlöcher sein. Sie können jedoch auch die lîebsten, besten Freunde des Hundehaltes sein. Weiter so, wir möchten mehr davon, viel mehr ...

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    1. Hi Anonymus,

      danke für Deinen aufmunternden Kommentar. Es freut mich sehr, dass es euch bei mir gefällt (wer ist wir?). Das nächste mal gern mit Namensnennung, der Name vom Hund geht auch. :)

      Liebe Grüße, Claudia

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  5. Hi Wortzauberin, Jacky der Arschlochhund, der nicht verstehen will.... Bonita, die bequeme die lieber aus der Ferne beobachtet und Joya, die heimliche Chefin und ich wir grüssen den Dackel...und das Frauchen mit dem Spruch von Hausmeister Krause: Alles für den Dackel, alles für den Hund, dann bleibt auch unser Jacky immer froh und gesund....frei nach mir

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    1. *grins* coole Namen haben Deine Hunde und interessante Charaktere.
      Wortzauberin ist schon besetzt, macht aber nix, teilen soll ja gesund sein. Traumzauberin und Wortakrobatin wäre nicht schlecht, aber die Namen gibt es garantiert auch schon. Egal - wir schreiben einfach drauflos und haben Spaß dabei. :)

      Liebe Grüße, Claudia

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    2. Danke für die coolen Namen, sind eben (k) eine A-Loch-Hunden. Na, dann kann ich noch: "Wort-. Wort-Magierin, Wort-Unterhaltungskünstlerin. Wort-Spielerin,. Wort-Magierin, Wort-Unterhaltungskünstlerin. Wort-Spielerin, Wort-Kennerin", auf Paier bringen...

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    3. ach, ich bin aber auch vergesslich - ich hab doch schon einen: Wortzähler. :)

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  6. Das ist ja mal ein ganz interessanter Linktipp und dein Beitrag dazu ist klasse!
    Hundebesitzer sind so eine ganz besondere Spezies ... da kann ich mich auch noch gut daran erinnern.
    LG Sabienes

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    1. Dankeschön.
      Was, Du hast keine Hunde mehr? Liebäugelst Du nicht vielleicht doch wieder ein bissel damit, Dir eine Gumminase anzuschaffen? Manche sagen ja Fellnase, aber mein Dackel hat eine aus Gummi, echt! ;)

      Liebe Grüße, Claudia

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  7. Nun gibt es seit einiger Zeit (wie angekündigt) das Buch zum Blog: "Arschlochhund - von Glitzerwelten in Hundeköpfen". Antje Hachmann reist mitsamt ihren Tölen durch die Republik und liest - in Abendkleid (obenrum) und Gummistiefel (untenrum).

    Ich gestehe, dass ich einen Teil ihrer Follower zu verantworten habe, mit dem gedruckten Buch habe ich jedoch nix zu tun! *schwör*

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  8. Vielen Dank an Ines Porsch. Sie schrieb:

    Ganz hervorragender Beitrag Frau Kollegin!

    Was hab ich mich nicht schon über die Arschlöcher von Antje amüsiert und konnte mich oft mit ihren Gedankengängen identifizieren. Besonders bei den Geschichten rund um Uschi und Horst sitze ich immer beistimmend nickend und vor Lachen auf den Schenkel klopfend vor dem Bildschirm. Planquadrate, Glitzerknete und Krallenbremsen gehören ja auch zu meinem Leben dazu. Ich erwische mich deswegen häufig dümmlich grinsend im Wald, wenn meine Arschlöcher dem Gelenkbus und der Todesstern-Uschi so ähneln.

    Und ja, der derb-schnoddrige Sprachstil gefällt mir auch sehr gut und ich kann verstehen, dass auch du aus dem Schmunzeln nicht mehr heraus kommst. Wir müssen uns schließlich den ganzen Tag auf einen konformen Ausdruck konzentrieren. Nach Zeiten von "Salätchen zum Mittag" muss einfach zwischendurch die Currywurst her - mit fetten Fritten und noch fetterer Mayo, oder?

    Ach ja, Lucy wird mir übrigens immer sympathischer. Ich dachte schon, meine Joe ist das einzige blonde Miststück, das ihren Hintern zum Pullern rückwärts den Baum hochschiebt, oder eben typisch Rüdin das mit imaginären High Heels ausgestattete Damenbein hebt.

    Von daher - ein Hoch auf alle Arschlochhunde!

    Claudia, eigentlich sollte dieser Beitrag als Kommentar in deinen Blog. Allerdings zeigt mein Läppi die Roboter-Prüfung nicht korrekt an, sodass ich ihn nicht veröffentlichen konnte

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