![]() |
Müde oder was? |
Gastbeitrag:
Hunde — so „klingt“ ihre Körpersprache!
Um den besten Freund
des Menschen auch wirklich verstehen zu können, ist es enorm wichtig die
Körpersprache des Vierbeiners richtig zu deuten. Der folgende Artikel
beschäftigt sich mit einzelnen Körperteilen, wie beispielsweise der Rute und
den Ohren. Erfahren Sie interessante Fakten über die Körpersprache von Hunden
und lernen Sie Ihr Tier noch besser kennen!
Der Unterschied
zwischen Gestik und Mimik:
Grundlegend, kann die Körpersprache, wie bei uns Menschen
auch, in Gestik und Mimik unterteilt werden. Als Mimik wird der Einsatz der
Gesichtsmuskulatur bezeichnet, dazu zählen zum Beispiel die Augenbrauen und
auch die Mundwinkel. Mit dieser Art der Körpersprache kommuniziert der Hund vor
allem bei einer geringen Distanz zum Gegenüber.
Gestik beschreibt hingegen den Einsatz des gesamten Körpers,
inklusive Rute, den Beinen und sogar dem Fell. Die dabei verwendeten Gesten
werden natürlich schon von Weitem von anderen Artgenossen sehr gut
wahrgenommen. Ein gutes Beispiel für diese Tatsache ist, wenn sich der Hund
hinlegt. Dieses deutliche Signal für Unterwürfigkeit wird bereits früh von
anderen Hunden erkannt. Wenn das zweite Tier dann näher kommt, kann es sogar
passieren, dass sich der erste Hund auf den Rücken legt, um so seine
Unterlegenheit noch stärker zu kommunizieren.
Wenn sich Ihr Tier hingegen dominant verhält, wird es sich
so groß machen, wie es nur geht. In diesem Falle stehen dem Hund oft, im
wahrsten Sinne des Wortes, die Haare zu Berge. Das Fell am Rücken stellt sich
regelrecht auf, das ist zudem auch immer ein deutliches Anzeichen für die
Ausschüttung des Hormons Adrenalin.
Die Signale der Rute:
Ein weit verbreiteter Irrtum ist, dass ein Hund, welcher mit
dem Schwanz wedelt, Freude signalisiert. Das kann zwar der Fall sein, muss es
aber nicht. Denn, ein mit der Rute wedelnder Hund, drückt auf diese Weise einen
Erregungszustand aus. Selbstverständlich kann diese Erregung auch negative
Ursachen haben. Um sich zu vergewissern, müssen Sie also auf jeden Fall noch
weitere Merkmale der Körpersprache beachten.
Die Ruten der Hunde verraten ihren Artgenossen jedoch auch
sehr detaillierte Gefühlsempfindungen, ein zorniger Hund beispielsweise
versteift den Schwanz. Das ist natürlich bei Hunderassen mit einer dünnen Rute,
mit wenig Fell, besonders gut zu erkennen. Selbstverständlich darf in dieser
Rubrik die Angst auch nicht fehlen, diese äußert der Hund sehr deutlich, indem
er die Rute einzieht, manchmal sogar zwischen den Hinterbeinen einklemmt.
Die häufigsten Emotionen, welche sich am Hundeschwanz
ablesen lassen, sind also:
- Erregung (nicht nur Freude)
- Zorn
- Angst
Was der
Gesichtsausdruck verrät:
Oft wird behauptet, ein Hund, der die Zähne zeigt, ist
aggressiv, doch das ist nicht immer richtig. Auch dabei gibt es einen
deutlichen Unterschied, wenn das Tier die Mundwinkel nach hinten zieht, sodass
die hinteren Zähne sichtbar sind, ist das sogar ein Zeichen für
Unterwürfigkeit. Sobald der Hund allerdings die Mundwinkel nach vorne,
beziehungsweise nach oben zieht und die Eckzähne zu sehen sind, ist das ein
deutlicher Hinweis darauf, dass sich der Hund überlegen fühlt. Diese dominante
Mimik kann, unterstützt durch lautes Bellen oder Knurren, sehr leicht in eine
drohende Gebärde übergehen.
Der Blick eines Hundes verrät ebenfalls eine Menge über den
jeweiligen Gemütszustand des Vierbeiners. Das Starren in die Augen ist ein ganz
klarer, dominanter Akt, daher ist auch es nicht ratsam, fremden Hunden länger
in die Augen zu blicken, da diese das als Machtkampf interpretieren könnten und
daher vielleicht versuchen würden zuzubeißen.
![]() |
typischer Hundeblick |
Mittlerweile ist auch wissenschaftlich bestätigt, was
eigentlich schon längst bekannt ist: den sogenannten Hundeblick gibt es
tatsächlich. Dieser ist den Tieren sogar angeboren. Wenn der Hund von unten
nach oben schaut, erhofft er sich nicht selten ein Leckerli von Herrchen oder
Frauchen.
Achten Sie auf die
Ohren!
Ebenfalls ein wichtiges Indiz für die Laune eines Hundes
sind seine Ohren. Wenn diese zum Beispiel nach hinten angelegt sind, bedeutet
das, dass sich das Tier unterwirft. Wenn die Hörorgane allerdings aufgerichtet
sind, kann das einerseits Aufmerksamkeit und andererseits auch Dominanz
ausdrücken.
Das alles geschieht
in kürzester Zeit!
All diese, unbewussten Handlungen des Tieres passieren
natürlich sehr schnell, oft im Bruchteil einer Sekunde. Da kommt das
menschliche Auge meist nicht mit, daher können auch so viele Missverständnisse
zwischen dem Hund und dem Mensch auftreten. Wenn wir aber an der Kommunikation
arbeiten, werden wir den Hund letztendlich noch besser verstehen. Diese
nonverbale Konversation dient den Hunden in erster Linie dazu, mögliche
Konflikte, schon im Vorfeld, zu lösen. Nur Tiere mit unzureichender Erziehung
oder wenigen, sozialen Kontakten zu anderen Hunden, nutzen ein devotes
Verhalten eines Artgenossen als Schwäche aus.
Wie lautet das Fazit?
Die Körpersprache des Hundes unterteilt sich, ebenso wie die
von uns Menschen, in Gestik und Mimik. Wichtige Körperteile, mit denen ein Hund
seine Emotionen ausdrückt, sind zum Beispiel, die Ohren und die Rute(Schwanz). Die gesamte Körpersprache des Hundes wird oft falsch
verstanden, da sie auch meist sehr schnell abläuft. Wenn wir Menschen die
lautlose Sprache der Hunde versuchen zu lernen, werden wir unseren besten,
vierbeinigen Freund dadurch noch besser verstehen.
Text:
textleur.de
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen