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Freitag, 1. Dezember 2017

Mann aus dem Eis vs. Frau auf dem Weihnachtsmarkt - Adventskalender



Frau mit Kunstpelzmütze - ich ;)

#Adventskalender

Erstes (und einziges) Türchen: Meine sichtbar erhitzten Wangen auf dem leicht verschwommenen Foto stammen vom Glühwein, denn wir waren heute spätabends auf dem erstaunlich überschaubaren Leipziger Weihnachtsmarkt, den wir nach unserem Filmabend im Passage-Kino besuchten. Ich habe mir eine überteuerte Stinktier-Mütze gekauft, die irre warm hält. Das reicht vorerst – ach ja, und weil es grad überall auf Facebook thematisiert wird: Mit "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel" kann ich irgendwie nix anfangen, da gibt es deutlich schönere vorweihnachtliche Kultfilme, zum Beispiel „Der kleine Lord“ oder „Der Grinch“. Der aktuelle Ötzi-Film "Der Mann aus dem Eis" besitzt leider kein Kultpotential.



Ötzi war der Mann aus dem Eis



Der Mann aus dem Eis
Unser heutiger Kinofilm punktet nicht mit vorweihnachtlichem Flair, abgesehen von ungeheuren Schneemengen. "Der Mann aus dem Eis" handelt von Ötzi (gespielt von Jürgen Vogel) und wie sein Leben und Ableben vor fünftausendundquetsch Jahren gewesen sein könnte. Der Film kommt gänzlich ohne Sprache aus bis auf ein paar vermeintlich rätoromanische Grunzer. Dafür liefert er grandiose Bilder der Alpen. 

Die Handlung ist dürftig, selbige war bei meiner Kurzgeschichte "Kupfermond" deutlich schlüssiger! Nicht allein wegen des unerklärlichen Mord- und Totschlag-Szenarios zu Beginn sind wir so schlau wie zuvor. Über die hinreichend erforschte Kupferzeit im urdeutschsprachigen Raum erfährt man als Zuschauer nämlich so gut wie nichts, obwohl die seit einem Vierteljahrhundert erforschte Gletschermumie den Wissenschaftlern eigentlich alle Details geliefert hat. Man hätte sie nur mal fragen müssen (nicht die Mumie, sondern die Forscher). Dennoch ist „Der Mann aus dem Eis“ ein sehenswerter Streifen allein deshalb, weil ich Jürgen Vogel als Schauspieler sehr mag. Das mit reichlich Fördermitteln erstellte Schaustück bekommt von mir aufgrund der schauspielerischen Leistung extrem freundliche vier von fünf Sternen. Übrigens ist der Abspann putzig, jeder Mitwirkende wird namentlich benannt, selbst der Ziegenbesitzer. Eine interessante, aussagekräftige Rezension zum Film ist hier nachzulesen.


Waschbär vs. Stinktier



Skunk
Könnt ihr euch noch an die Fernsehserien aus eurer Kindheit oder Jugend erinnern? Daniel Boone und Lederstrumpf samt Waschbär-Mütze (Coonskin Cap) gehörten zu meinen Helden. Laut dem erfindungsreichen Schriftsteller aus Radebeul war die Echtfellkappe mit Schwanz das Markenzeichen der amerikanischen Pioniere, obwohl sie ursprünglich von den nordamerikanischen Indianern im Winter getragen wurde. 


Zwar habe ich nie Romane von Karl May gelesen, aber ich habe Daniel Boone im TV gesehen. Seit heute fühle mich fast in meine Kindheit zurückversetzt, denn jetzt besitze ich auch solch eine Kopfbedeckung. Meine neue Kunstfell-Mütze ist nur peripher zu erkennen. Sie stellt allerdings keinen Waschbären, sondern ein Stinktier dar natürlich stilsicher mit Schwanz am Hinterkopf. Veikko meint, sie passt zu mir.


Träumt schön!
 

Traumzauberhafte Grüße, Claudia


Making of "Der Mann aus dem Eis":



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